Radentscheid, die Zweite

Ich muss nochmal was zum Radentscheid schreiben. Diesmal nicht zu den Forderungen, das habe ich ja schon in Teil 1 ausführlich genug gemacht. Diesmal mit ein paar Sachen drum herum.

Dass schon Leute für die Unterschriftensammlung gesucht wurden, bevor überhaupt klar war, was die geforderten Punkte sind, okay. Kann man so machen. Wird ja schon irgendwie für Radfahrer sein. So wie ein Radweg immer für Radfahrer ist, auch wenn durch die Radwegebenutzungspflicht das Benutzen der Fahrbahn verboten wird.

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Im Urlaub habe ich dann noch mal das Interview in der Zeit mit dem Initiator, Thijs Lucas, gelesen. Diesmal etwas genauer. Da fallen dann so Sätze

Unser Forderungskatalog hat elf Punkte, aber die kann man so oder so auslegen. Da hängt später viel davon ab, wie die Stadt mitspielt.

Hm. Bisher dachte ich, was im Forderungskatalog steht wird auch gefordert. Also diese mal mehr, mal weniger konkreten 11 Ziele, für die der Radentscheid überhaupt steht. Die sind also Auslegungssache? Und das ganze Bürgerbegehren hängt davon ab ob die Stadt mitspielt? Warum dann dieser Aufwand?

Und was ist eigentlich das Ziel dieses Bürgerentscheids? Also jetzt nicht diese 11 Ziele, oder auch nicht. Sondern wie konkret soll das vor sich gehen? Vorbild ist ja der Berliner Radentscheid. Berlin ist aber ein Stadtstaat. Das Ziel, dass der dortige Radentscheid hatte und auch erreichte, war ein Landesgesetz. Stuttgart ist dagegen zwar die Landeshauptstadt des Flächenstaates Baden-Württemberg, aber eben nur eine Stadt. Also kann ein Landesgesetz wie das Berliner Mobilitätsgesetz nicht das Ziel sein.

Da fragt man doch mal nach auf Twitter.

Und erhält ja auch Antworten.

Okay, jetzt weiß es ich und jeder, der das auf Twitter gelesen hat. Aber wieso steht auf der Website des Radentscheid kein Wort dazu?

Auf zugebenermaßen etwas undeutlicher Frage kommt eine Nachfrage.

Also mir persönlich fehlt die Antwort nicht. Ich unterschreibe eh nicht, wie ich schon erklärt habe. Aber eventuell sollte man sich von Seiten der Radentscheid-Leute mal fragen, ob diese Info nicht auch für diejenigen interessant wäre, die sich von Forderungen nach mehr Radwegen angesprochen fühlen und unterschreiben.

Gut, wer fragt bekommt Antwort. Aber erst wenn er fragt. Und nicht wenn er über Radentscheide bloggt! Denn wer bloggt muss sich selbst informieren. Bätschi.

Und überhaupt! Wer fragt, soll sich einbringen. Egal ob die Ziele einem passen oder nicht.

Jetzt mal direkt: dieser Radentscheid ist nicht meine Sache. Das ist euer Ding. Ihr wollt das, ich nicht. Ich will auf der sichereren Fahrbahn fahren, nicht auf gefährliche Radwege gezwungen werden. Ich mach hier schon eure Arbeit, nämlich die Unterschreiber zu informieren. Und ja, ich habe auch wenig Zeit. Sonst wäre dieser Beitrag ja schon nach meinem Urlaub Mitte August statt jetzt Mitte Oktober.

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