Wochenrückblick KW 27/2020

Standard: Anne Hidalgo, die sanfte Revolutionärin von Paris

Da will eine Bürgermeisterkandidatin Autos aus einer Millionenstadt bekommen. Und wird gewählt. Das wäre doch auch ein Wahlprogramm für die Kienzle. Oder besser für Rockenbauch.

WOZ: Die grosse Irrfahrt

Interessanter Abriss über die Historie der Automobilisierung samt deren Folgen. Und am Schluß etwas, was jedem PS-Jünger zu denken geben sollte.

StZ: Fahrverbot nicht vor September

Anders als die Überschrift suggeriert ist das keineswegs beschlossene Sache, sondern der neuste Trick der Stadt Stuttgart, wie sie Zeit gewinnen will.

Kontext: Tunnel ohne Ende

Die spinnen, die S21-Planer und -Verantwortlichen. Und Pätzold zeigt sich mal wieder als Totalausfall.

seemoz: Unterbrechung der Gäubahn verhindern

Man kann es nicht oft genug erwähnen, was für ein Wahnsinn S21 an allen Enden ist.

3 Kommentare zu „Wochenrückblick KW 27/2020

  1. Zu Deinen Themen:

    1. Was Paris angeht: Dumm, wenn die Bemühungen von der Autolobby bekämpft werden. https://www.spiegel.de/auto/e-bike-werbung-zu-autokritisch-franzoesische-behoerde-verbietet-spot-fuer-fahrradhersteller-a-151fde43-f910-4b93-a0a3-a36c52e7280c#

    Was Stuttgart angeht: OB Kuhn war mit Abstand der schlechteste OB seit Jahrzehnten- ein Totalausfall². Deswegen ist Messlatte extrem tief- Rockenbauch wäre vielleicht interessant als Person- vorallem wäre es die richtige Generation. Jedoch wird auch ER nicht viel bewegen können. Stichwort: Mehrheiten. Es besteht seit 10 Jahren ein Machtvakuum im GR- und daran wird sich so schnell nichts ändern. Das ‚System‘ hat sich selbst pervertiert und komplett festgefahren.

    Deswegen fordere ich eine 5jährige Aussetzung des GR und deren ‚parlamentarischen Wirtschaftslobbyismus‘ und die Einsetzung eines unabhängigen, parteilosen Expertengremiums-mit allen Befugnissen. Ansonsten drohen Stuttgart weitere Jahre Stillstand und die Stadt fällt noch weiter zurück. Ich verspreche mir davon das Aufbrechen von Filz, Seilschaften und Korruption. Und das die Räte unsanft an ihren Amtseid erinnert werden.

    2. Mobilisierung ist per se gut. Ich habe auch nichts gegen intelligente Autos und Motorräder. Leider haben wir jedoch gegenwärtig sehr dumme Autos und Motorräder auf den Straßen. Rückwärtsgewandte Dreckschleudern ohne gesellschaftlichen Mehrwert- dafür immensen volkswirtschaftlichen Schaden. Die Motorrad-Anti-Lärm-Korso-Demo am Wochenende in Stuttgart war sinnbildlich: Unter dem Slogan ‚Motorradfahren ist unsere Leidenschaft und müssen Lärm machen, weil wir sonst Nichts sind‘ fuhren ca. 95% Männer mit ihren inakzeptabel lauten und stinkenden Böcken herum. Anstatt sich auf die Couch beim Psychologen zu begeben, fahren sie lieber sinnlos mit ihren 100 dB Dreckschleudern herum und terrorisieren ihre Mitmenschen. Und meinen dadurch, ihr Ego und das mangelnde Selbstbewusstsein und ihren Micropenis, so zu kompensieren. Es war schon ein peinlicher und armseliger Anblick…

    3. Vor S21 war Stuttgart klein, urig und irgendwie heimelig. Hatte einen gesellschaftl. Zusammenhalt und eine Subkultur. S21 hat die Stadt und die Menschen -in allen Belangen, auf Jahrzehnte hinaus kaputtgemacht. Die Stadt ist tot-seelenlos. Nur noch laut, dreckig, heruntergekommen und null Weiterentwicklung. Ohne jegliche Vision vegetiert sie vor sich hin.

    Die Stadt ist nur ein reines künstlich aufgeblasenes Spekulationsobjekt von irgendwelchen Pseudo-Reichen und Schönen. Das ist ihre einzige Daseinsberechtigung…Glückwunsch an die politisch Verantwortlichen- erfolgreichen versenkt!

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    1. 1. Das die Reklame von Van Moof in Frankreich nicht gezeigt werden darf scheint dich ja schwer zu beschäftigen. Mir ist das egal, ich finde diese Hipster-Räder nur grottenhässlich.
      2. Dieses Argument, dass mit dem derzeitigen Gemeinderat nicht viel ginge, lese ich sonst immer in einem anderen Blog. Das sehe ich aber nicht so. Statt Jammerei über die Mehrheitsverhältnisse sollte man sich darauf konzentrieren, was schon in früheren Gemeinderäten geklappt hat: Mehrheiten suchen. Ein OB mit Gestaltungswillen kann das sehr gut unterstützen, statt des jetzigen OB, der im Zweifel lieber gegen seine eigene Partei gearbeitet hat. Außer der Tarifvereinfachung kann ich mich an kein Projekt erinnern, dass Stuttgart nach vorne gebracht hat.
      3. Mobilisierung ist nie per se gut oder schlecht, sondern hat immer Auswirkungen auf seine Umgebung. Mit „intelligenten“ Autos oder Motorrädern ändert sich nichts an den negativen Auswirkungen des MIV.
      4. Ob auf Stuttgart vor S21 die von die benutzten Wörter passen, da bin ich mir nicht so sicher. Nur schadet S21 nachweisbar Stadt und Land, sowie der Bahn. Das Projekt hätte nie gestartet werden dürfen.

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