Wochenrückblick KW 31/2020

Scheint wohl Sommerloch zu sein. Denn der Rückblick wird wohl auch diese Woche nur eine Schmalspurversion.

StZ: Warum Unternehmen auf dem Straßenausbau bestehen

Nochmal die Nord-Süd-Straße in Stuttgart-Vaihingen. Diesmal darf sich ein Unternehmer profilieren. Soweit man diese an den Haaren herbeigezogenen Punkte als Profilierung werten kann.

Spiegel: Scheuer schlägt Kompromiss im Streit um Führerscheinentzug vor

Echt geil, wie unfähig der ist. Aber kein Beispiel für das Peter-Prinzip. Denn das würde bedeuten, dass er vorher irgendwo mal kompetent gewesen wäre.

Zeit Online: Die Opfer der Verkehrswende

Astreine Satire. Obwohl, so ganz leise befürchte ich, der Autor meint das sogar ernst.

13 Kommentare zu „Wochenrückblick KW 31/2020

  1. Ein wenig OFF-Topic

    Von wegen Sommerloch: Nach 4jähriger!!!!! Planung hat die Stadt Stuttgart eine neue Website. Wow. Interessant fand ich besonders folgenden Abschnitt:

    “Organisation
    Für den Relaunch von http://www.stuttgart.de wurden vom Gemeinderat ein Budget von 1,164 Millionen Euro für Design, Programmierung und die IT‐Infrastruktur bewilligt. Der Finanzrahmen wurde eingehalten.

    In den Relaunch‐Prozess war die gesamte Verwaltung mit allen Ämtern, Abteilungen, Stabsstellen sowie Eigenbetrieben eingebunden. Ein gemeinsames Ziel war es, den Internetauftritt insgesamt mit weniger Seiten schlanker und übersichtlicher zu gestalten. In Zusammenarbeit mit den Ämtern und Dienststellen werden die Inhalte und Angebote auch nach dem Relaunch kontinuierlich aktualisiert und erweitert. Die neue Webseite ist somit ein dynamischer Auftritt, der sich weiterentwickelt.

    Etwa vier Jahre dauerte der Relaunch – von der Analyse und der Konzeption über den Gemeinderatsbeschluss, die Ausschreibungen und den Pitch‐Terminen bis zur Programmierung und zum Go‐Live. Der neue Internetauftritt entstand in Zusammenarbeit mit der Design‐Agentur „Die Firma“ und dem Technikdienstleister „Sitepark“. Die Schnittstelle wurde vom IT‐Unternehmen „Cellent“ programmiert. Die letzte grundlegende Überarbeitung der Webseite gab es mit dem Relaunch im Jahr 2008.“

    D.h. sie brauchten trotzdem noch 4 Jahre obwohl zu 90% die Arbeit geoutsourct wurde. DAS MACHT MIR ANGST!!!!! In den nächsten Tagen werde ich mir die Website inhaltlich anschauen…

    Kurze Frage an Martin: Vor geraumer Zeit hast Du übers Scheuers STVO Novelle was geschrieben. Und dabei ging es auch um das Thema Fahrbahnoberflächen von Schnellradwegen. Da fielen Stichwörter wie Sand und Schotter usw. Wo hattest Du das her? Weisst Du, wo das steht und wo die Gesetzespassage ist? Link?

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    1. Ach, mal wieder der Ansatz „Mobile first“ und den Desktop vergessen. Sieht dann halt scheiße aus. Kleines Schmankerl: den Stadtplan mit seinen vielfältigen Funktionen, der früher leicht zu finden war auf der Startseite, den finde ich jetzt gar nicht mehr. Nicht mal mit der Suche. Starke Leistung.

      Das mit den Oberflächen habe ich kurz erwähnt in https://martintriker.wordpress.com/2019/09/21/die-neue-stvo/. Man liest zwar in manchen Definitionen von Radschnellwegen, dass die eine Oberfläche aufweisen sollen, die ein zügiges Befahren möglich machen soll. Aber das war’s dann auch. Für Winne Hermann ist eine wassergebundene Decke ja schon Grund zur Freude.

      Über die Oberfläche scheint jedes Land, jeder Kreis selbst entscheiden zu können.

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  2. “Manche Punkte sind eher zum Gruseln, wie die Möglichkeit mit einem Schild Radschnellwege unabhängig von der Beschaffenheit auszuweisen. Auch explizit mit sandigem Untergrund.“

    Wo hast Du das genau gelesen? Link?

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    1. In dem verlinkten PDF mit dem Entwurf. Dort steht auf Seite 109 „Es ist angelehnt an das zur Kennzeichnung von Autobahnen oder Kraftfahrstraßen bereits in der Praxis anzutreffende Verkehrszeichen und soll eine generelle Kennzeichnung von Radschnellwegen unabhängig von der Fahrbahnbeschaffenheit, z. B. bei sandigem Untergrund, ermöglichen“

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  3. Du beziehst Dich auf den Referentenentwurf- da wäre ich vorsichtig. Ist nicht automatisch die endgültige Fassung.

    Aber in der endgültigen Bundesrat Drucksache 591/19, Seite 94, unterer Abschnitt, steht es wirklich drin. Die Länder wollten diese Öffnungsklausel. Da ihnen auf die Gesamtstrecke eines RSW gesetzl. eine 20%ige Abweichung der RSW-Kriterien zugestanden wird. D.H. bei 30 KM Gesamtstrecke, dürften 6 KM aus Sand sein. Finde die Klausel problematisch…

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    1. Moment. Du hast gefragt, wo das mit den Oberflächen genau stand, dass ich in eben jenem Beitrag über den Entwurf geschrieben habe. Dass in einem Beitrag über den damaligen Stand, also den Entwurf, nicht die endgültige Fassung behandelt wird, sollte eigentlich logisch sein.

      Ein Link auf die endgültige Fassung wäre auch hilfreich.

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    1. Seite 108, nach Seitenummerierung im PDF Seite 94: „Es ist angelehnt an das zur Kennzeichnung von Autobahnen oder Kraftfahrstraßen bereits in der Praxis anzutreffende Verkehrszeichen und soll eine generelle Kennzeichnung von Radschnellwegen unabhängig von der Fahrbahnbeschaffenheit, z.B. bei sandigem Untergrund, ermöglichen. “ Also wie du geschrieben hast, steht drin. Das mit den erlaubten prozentualen Abweichungen habe ich aber nicht entdeckt.

      Aber sei es wie es ist. Der Entwurf unterscheidet sich also nicht von der endgültigen Fassung. Insofern ist es so, dass Sand als Untergrund erlaubt ist, egal wie viel.

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      1. Wenn das in Anlehnung an BAB ist, wüsste ich gerne wo die geschotterten BAB-Abschnitte sind. Oder greifen die da nur dem zukünftigen BAB-Standard voraus, der uns blüht, wenn der geheiligte Wirtschaftswachstum uns noch mehr und noch größere und schwerere LKW ins Land bringt, weil wir Logistik als Zukunftsbranche sehen?

        Erstaunlich, wie der Versuch etwas bessere Qualität zu schaffen schneller verwässert wird, als das Bewusstsein kam, dass das eventuell nötig sein könnte. Aber hey, mit Radfahrern kann man das ja machen. Die beklatschen ja seit Jahren alles brav.

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        1. Diese Öffnungsklausel ist in vielerlei Hinsicht ‚verstörend‘. Der Treppenwitz: Das hat die selbsternannte Fahrradpartei ‚Die Grünen‘, mit entschieden!

          Mag ja sein, das viele Tiefbauämter kein Sand, Schotter aus gesunden Menschenverstand nicht einsetzen werden- aber beim Stuttgarter OB Kuhn’s Tiefbaumt & Straßenverkehrbehörde würde ich da meine Hand nicht ins Feuer legen…die nutzen jede Gelegenheit die Radfahrer ‚böswillig zu schikanieren‘. Mit Unvermögen hat das definitiv nichts mehr zutun…Wären das meine Mitarbeiter, würde es Abmahungen und Entlassungen hageln.

          Wenn Amtsträger derart unredlich ihre Macht ausnutzen, sorry- aber das geht gar nicht!

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  4. Willst Du es nicht verstehen?

    Es gibt beim RSW K.O.-Kriterien. Dazu gehört auch die 80%/20%-Regel. D.h. auf 80% der Gesamtstrecke müssen diese K.O.-Kriterien zu 100% erfüllt werden (Asphalt) und auf 20% der Gesamtstrecke haben die Länder/Bauträger Spielraum (Sand, eventl. Pflastersteine etc). Im Gesetz steht: ‚z.B‘. bei sandigem Untergrund, ermöglichen. Das ‚z.B‘ ist dabei relevant…

    Jetzt verstanden?

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