Wochenrückblick KW 38/2020

Berliner Zeitung: Polizeigewerkschaften gegen Pop-up-Radwege

Ob man nun Popup-Radwege mag oder nicht, aber man sollte wirklich nicht jedes noch so blöde Argument auffahren. Als ob die Straßen bisher zwei Fahrspuren in jede Richtung gehabt hätten, damit Rettungsfahrzeuge durchkommen. Bei einem Stau kommt da niemand durch. Außer über breite Radspuren. Und ausgerechnet die DPolG macht wieder mit. Denen ist ja kein Blödsinn zu schade um ihre rechte Agenda durchzusetzen.

Ein Beispiel: https://twitter.com/DPolGThueringen/status/1306333514275713031

Tagesspiegel: Polizei sucht rasende Radler – und findet keine

Verhältnismäßigkeit und so.

rbb: Warum gibt es keine Fahrradsteuer?

Hilfreicher Link, um es bei passender Gelegenheit den Auch-Radfahrern zu präsentieren.

taz: Pariser Pop-up-Radwege bleiben

Ich muss echt mal wieder nach Paris. Scheint spannend zu sein, was sich dort tut.

web.de: Kein Kompromiss im Bundesrat: Weiter Hängepartie um Raser-Strafen

Na ganz toll. Mein Kompromissvorschlag wäre: Scheuer tritt zurück, und der Formfehler wird beseitigt.

27 Kommentare zu „Wochenrückblick KW 38/2020

    1. Ohne Windschatten? Steht aber nicht im Artikel, oder hab ich was überlesen? Was nicht wundert ist diese Ausrichtung auf Ebikes bzw. Pedelec, die wohl geplant ist. Und ob das Holz wirklich so rutschfest sein wird, wird sich zeigen.

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          1. Hier eine schöne Definition:

            https://www.journalist.de/startseite/detail/article/einzelfaelle

            Sobald noch nicht mal mehr die Fälle, die meist nur zufällig und gefühlt wöchentlich herauskommen, gezählt werden können und die Übersicht verloren geht, ist das der Ist-Zustand, der Standard. Es handelt sich dann eben nicht mehr um Einzelfälle, die zur weiteren Beschwichtigung auch gerne noch mit den Adjektiven „wiederholte“ oder „bedauerliche“ versehen werden.

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          2. Wundert mich bei der GdP nicht mehr. Die versucht mittlerweile mit allen Mitteln der DPolG von Wendt Mitglieder streitig zu machen. Auch wenn sie dann genauso rechts sein muss.

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          3. Damit schaden sie mittelfristig der Polizei und gefährden am Ende die Leute der Polizei draußen auf der Straße. Das es da keine Austrittswellen gibt …

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    1. Die Polizei ist genauso wenig ein Querschnitt wie Soldaten. Nicht nur wegen der Schulbildung, sondern auch weil man bei beiden Berufen mit Waffen schießen müssen. Und trotz aller Gefahr nur gering entlohnt wird. Das schränkt den Kreis der Bewerber schon ein.

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      1. Also bei der Polizei steigt ein Polizeikommissar mit A 9 ein nach 3 Jahren s. g. Studium – mit Anwärterbezüge. Das ist zweite Laufbahngruppe zweites Einstiegsamt (früher gehobener Dienst). Wenn du ein richtiges Studium mit 6 Semestern Regelstudienzeit (oder mehr) + Vorbereitungsdienst für den gehobenen Dienst gemacht hast, steigst du da auch ein nach längerer und größtenteils unbezahlter Ausbildung. Da ist der Polizist schon aufgestiegen.

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      2. Dass Polizisten vor allem mit einem bestimmten Teil der Gesellschaft zu tun haben und dass dies dazu führen kann, dass sie erst mehr Härte des Rechtsstaates fordert und dann in rechte Gedankenwelten abtriften können, ist ja hinlänglich bekannt als Problem. Aber vielleicht hat das Problem eine noch größere Tragweite.

        „Aha, guckst du wieder Staatsfunk?“ So habe ein Kollege kommentiert, dass er in der Pause Tagesthemen schaute, erzählt mir ein Streifenbeamter aus einer westdeutschen Großstadt. Bei vielen seiner Kollegen herrsche seit Jahren Misstrauen gegen Medien, ganz einfach weil dort nicht eins zu eins die Nachrichten abgebildet werden, die sie im Dienst erleben. „Als Polizisten denken wir ja immer, wir wissen, was draußen los ist, wir wissen, wie es in Deutschland aussieht, aber dass das nur ein ganz kleiner Teilbereich ist, und dann auch nur ein extrem negativer, das fällt halt hinten runter“, sagt der Polizist. Viele seiner Kollegen informierten sich nur über Facebook.

        Nicht, dass die Tagesschau wirklich gut informiert … Das ist ein Zitat aus einem Artikel, der auf das Thema Polizisten unter den Coronaleugnern eingeht.

        Die Querdenker geben ihren Anhängerinnen und eben auch den Polizisten unter ihnen ein Gefühl von Zugehörigkeit und Gemeinschaft und wahrscheinlich auch Wirkungsmacht, das sie ganz offenbar anderswo vermissen.

        Zumindest ich bleibe beim Thema Radverkehr. Zumindest wenn man vernünftig redet mit der Verwaltung, erreicht man dann doch irgendwann was.

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