OB-Wahl 2020: Die Programme – Dr. Ralph Schertlen

Heute ein sogenannter Außenseiter. Also ein Kandidat, dem wenig Chancen auf eine erfolgreiche Kandidatur eingeräumt werden. Auch hier gilt: es gibt kein PDF. Aber sein Wahlprogramm hat Dr. Schertlen kurz und knapp auf einer Webseite aufgeschrieben.

Und ja, Dr. Im Gegensatz zu Frank Nopper, der auf seiner Website seinen Doktortitel eher versteckt (er hat promoviert, steht in seinem Lebenlauf), führt Ralph Schertlen ihn offen. Ich finde das schon mal sympathisch, wieso soll man das verstecken? Und im Gegensatz zu einem Kandidaten, den ich auf meinen Seiten garantiert nicht bespreche hat er ihn in Deutschland gemacht.

Nun denn, was gibt es Neues gegenüber letztem Jahr, als er auf der Liste der SchuB für den Gemeinderat kandidiert hat?

Das Schienen- und Straßennetz sollte um Ringe ergänzt werden, teilweise auch im Tunnel. Dabei bin ich auch bereit, das Tabu des Straßenneu- oder -ausbaus zu brechen.

Diesmal soll es auch neue Straßen geben. Die gibt’s hier eigentlich genug. Und von Tunneln haben Stuttgarter meiner Meinung nach die Schnauze voll. S-21-Tunnel, Rosensteintunnel, Stadtbahn-Tunnel. Aber kein Christopher Lambert und keine Isabelle Adjani, die da mal für ein bisschen Flair sorgen.

Kfz-Hauptachsen müssen leistungsfähig sein, Radverkehr sollte ein eigenes Netz nach dänischem Modell auf Nebenstraßen erhalten und dort bevorrechtigt sein.

Das dänische Modell? Da sieht doch zu enge Radstreifen an allen möglichen Straßen vor? Ich fahre ja auch lieber durch Wohngebiete, zugegeben. Aber noch lieber fahre ich den direkten Weg. Wieso soll mir der jetzt versperrt werden? Außerdem gibt es genug Radfahrverbote in Stuttgart, das müssen nicht mehr werden. Wird Zeit, dass die Straßen endlich mal leistungsfähig für den Radverkehr werden.

Bushaltestellen müssen hierzu jedoch nicht „in die Straße hinein wandern“ um den Kfz-Verkehr dahinter aufzustauen. Durchgängige Bürgersteige über Kreuzungen hinweg sollen eine angenehme Bewegung für die Schwächsten sicherstellen.

Doch, Bushaltestellen müssen „in die Straße hinein wandern“. Diese Kaps für Bushaltestellen haben sich bewährt. Der Autoverkehr wird abgebremst, ja. Um Unfälle mir aussteigenden Fahrgästen, die über die Straße wollen, zu vermeiden.

Und diese durchgängigen Bürgersteige habe ich hier in Wangen genug. Und genug damit zu tun meinen Kindern hier beizubringen, dass sie da auch aufpassen müssen wie die Lüchse, weil die Autofahrer schlicht zu dämlich sind zu kapieren, dass sie warten müssen.

Ampeln sollen möglichst verschwinden, stattdessen Zebrastreifen und Kreisverkehre errichtet werden. 

Hört sich schön an, aber an den meisten Stellen spricht die VwV-StVO dagegen. Bundesrecht bricht kommunales Recht. Es hat auch seinen Grund, warum das nicht überall geht.

Das Parkraummanagement sollte ersatzlos abgeschafft werden. An Brennpunkten in der Nähe von Einkaufszentren oder Gewerbegebieten sind ggf. Anliegerstraßen auszuweisen.

Meines Wissens hat sich das Parkraummanagment, also die Ausweisung von Zonen, in denen nur Anlieger mit Parkausweis länger parken dürfen, bewährt. Anliegerstraßen dagegen werden ignoriert.

Was kommt noch? U-Bahnen rund um die Uhr (ja), langfristig Niederflurbahnen (nett, aber das geht leider nicht mehr), jetzt Monorails statt Seilbahnen (ich halte immer noch nichts davon), P+R-Ausbau (na gut).

Zum Schluss wieder der Hinweis auf die Vorstellung. Ich vermisse den Spruch „Hald dei Gosch, i schaff beim Bosch“.

3 Kommentare zu „OB-Wahl 2020: Die Programme – Dr. Ralph Schertlen

  1. Und ja, Dr. Im Gegensatz zu Frank Nopper, der auf seiner Website seinen Doktortitel eher versteckt (er hat promoviert, steht in seinem Lebenlauf), führt Ralph Schertlen ihn offen. Ich finde das schon mal sympathisch, wieso soll man das verstecken?

    Sehe ich genau andersherum. Der Dr. hat allein innerhalb der Wissenschaft eine Bedeutung und sollte außerhalb nicht als Etikett eines besseren/gebildeteren Menschens genutzt werden. Man hebt ja auch nicht hervor, dass jemand Handwerksmeister ist.

    Und spätestens wenn man mal in ein paar Disserationen geschaut hat, bleibt nicht viel vom Glanz übrig.

    Und diese durchgängigen Bürgersteige habe ich hier in Wangen genug. Und genug damit zu tun meinen Kindern hier beizubringen, dass sie da auch aufpassen müssen wie die Lüchse, weil die Autofahrer schlicht zu dämlich sind zu kapieren, dass sie warten müssen.

    Hmmm, daran habe ich noch gar nicht gedacht.

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