Die Radbubble und ich

Okay okay, es sind nur Teile der Radbubble, nämlich die sogenannten Radaktivisten. Nicht mal alle Radaktivisten, sondern nur kleine Teile davon. Aber die sind laut. Und können mit Kritik gar nicht umgehen.

Denn jede Kritik an irgendwelche sinnfreien Aktionen wie „Stadtradeln“ oder ähnlichen Möglichkeiten zum Selbstbeweihräuchern von kommunalen Vertretern ist schädlich, denn man bekommt damit ja Menschen aufs Rad! Ganz sicher. Belege dafür gibt es nicht, aber ist wie so oft aus solchen Kreisen: man braucht sie nicht. Dass liest sich genauso anstrengend wie es ist.

Aber leider nichts Neues. Kritik ist für manche der Neu-Aktivisten etwas, was auf jeden Fall zu unterlassen ist. Ob es Kritik an Stadtradeln ist („Meckerer!“), oder daran, dass Links aus der Bild verteilt werden („Aber du verbreitest unseriöse Zahlen!“), oder auch Nachfragen, ob der Aktivist für oder gegen Benutzungspflicht ist („das ist eine infame Unterstellung!“). Daneben gibt es noch Versuche, Beschwerden über blockierend abgestellte Escooter abzuwiegeln, weil Autofahrer das auch nicht machen. Oder auch auf Blogkommentare nicht einzugehen, weil die ohne Namensnennung geschrieben werden, statt die Möglichkeit der Anonymität einzuschränken

tld;r: Es ist nicht leicht mit einigen der Aktivisten, die in den letzten Jahren dazu gekommen sind. Aber wir haben schlicht keine Zeit mehr, trotz der ganzen Erkenntnisse der letzten Jahrzehnte immer wieder von vorne anzufangen. Und noch weniger uns immer wieder beschimpfen zu lassen für Kritik, statt diese mal zu akzeptieren.

Ein Kommentar zu „Die Radbubble und ich

  1. keine Zeit mehr habe ich neulich auch gesagt. allerdings ist mein Eindruck in Kiel eher, dass eher die Älteren Aktivist*innen eher mit Kritik sparen. Außerdem fehlt mir in der Radbubble oft das Bewusstsein, dass Fuß nicht nur auch wichtig ist sondern das Begriffe wie „Walkability“ meist vollkommen unbekannt sind. Oder das man sich darauf konzentriert tolle neue Velorouten auf ehemaligen Bahnschienen zu etablieren und meint das wäre dann die Mobilitätswende.

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