Stuttgart fährt voran

Gestern kam es einem richtigen Paukenschlag gleich in Stuttgart. Es gab eine Pressemeldung zur Hofener Straße. Die ist schon ab Karfreitag an Sonn- und Feiertagen für den Kfz-Verkehr (außer Anlieger) gesperrt. Der Radverkehr findet dann auf der Fahrbahn statt. Die Freigabe des Gehwegs wird zu dieser Zeit zurückgezogen.

Wow. Einfach wow. Das bringt den Radverkehr natürlich ungemein voran. Aber sowas von. In Zeiten von Corona, wo viel Berufsverkehr aufs Rad verlagert ist, ist das natürlich ein Fanal. Nicht. Denn für den Arbeitsweg ist eine Strecke am Rand, die an Sonn- und Feiertagen für Kfz gesperrt ist, überhaupt nicht relevant. Das wäre eher ein Abschaffung der Radverbote an Plätzen wie Charlottenplatz, Rotebühlplatz, auf der Cannstatter Straße, oder anderen Straßen. Damit Radfahrer endlich genug Platz finden, und nicht auf enge Wege gepfercht werden, womöglich zusammen mit Fußgängern.

Kurz gesagt: es ist ein Witz. Wie üblich, wenn in Stuttgart von Förderung des Radverkehrs geredet wird.

28 Kommentare zu „Stuttgart fährt voran

    1. Mir ist es halt vergangen, mich über kleine Almosen zu freuen.

      Bilder findest du z.B. in den von dir genannten Blog. Da sind Bilder der Halbschranke mit Zeichen 252.

      Was ist eine VAO?

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        1. Ein Bild davon findest du unter https://2.bp.blogspot.com/-feVd79j0R4k/VLv1ROiS4AI/AAAAAAAAP6k/gDFRVGr-Nm8/s1600/Hofener%2BSchranke.jpg

          Die VAO passt hier nicht, es geht nicht um Absicherung einer Baustelle. Es ist meiner Meinung nach eher die temporäre Einziehung einer Straße, bzw. eine andere Widmung. Welche Straßenbaubehörde genau zuständig ist, weiß ich nicht. Aber es könnte durchaus sein dass es eine reine Gemeindestraße ist, also eine Sache der Stadt Stuttgart. Und da ist der Gemeinderat durchaus weisungsberechtigt.

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          1. Was für ein Murks jenseits von Gut und Böse. Wie kann man so etwas anordnen und meinen, dass könnte irgendjemand bei Fahren nur in Ansätzen erfassen?

            Natürlich muss es dafür eine VAO geben. Die gibt es für jedes Verkehrszeichen, egal ob temporär oder dauerhaft. Zumindest in der Perspektive der StVO.

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  1. Sowas nennt man völlig belanglose Symbolpolitik. Ein Offenbarungseid.

    Wenn die ‚talentfreien‘ Herren, VM Herman und OB Kuhn etwas ‚taugen‘ würden, dann hätten sie von Karfreitag bis Ostermontag eine Spur auf der B14 (Busspur) ausschließlich für den Radverkehr freigegeben. Aber eine solche ‚revolutionäre‘ Idee ‚überfordert‘ die Herren…

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    1. Ich bin dafür, die Zuständigkeiten von § 44 StVO einzuhalten und die Verkehrsregelung aus der politischen Profilierung rauszuhalten.

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    2. Sehe ich auch so. Natürlich ist es schön, dass diese Straße zumindest Sonn- und Feiertags gesperrt ist. Und das drei Wochen früher als geplant. Aber das so groß zu feiern, dass es ist Radfahrern und Fußgängern mehr Platz einzuräumen? Da gibt es eben andere Stellen, die weitaus mehr Effekt hätten, und es viel dringender wäre. Wenn Stadt und Gemeinderat (oder Teile davon) meinen, sich damit groß feiern zu können muss ich sagen, dass sie hier weit unter den Notwendigkeiten bleiben. Unter den Möglichkeiten sowieso. Es ist gerade jetzt fahrlässig. Plakativ ausgedrückt: solches nutzloses klein-klein kann Menschenleben kosten..

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  2. Wer feiert eigentlich groß diese sinnvolle Entscheidung? Sie war zur Gefahrenabwehr – Einhaltung des coronabedingten Mindestabstandes zwischen Fussgänger und Radfahrern untereinander und Vermeidung von Unfällen zwischen diesen auf dem Geh-/Radweg – dringend geboten. Die Situation war gestern total entspannt und man sah viele glückliche Familien!

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    1. Wer hier feiert? Da fragen Sie mal Ihre Parteifreunde.

      Ich wiederhole mich gerne. Die Entscheidung an sich war sicher richtig. Aber man muss die Relation auch berücksichtigen. Es handelt sich um eine ziemlich unwichtige Nebenstrecke von 1,5km Länge. Davor und danach werden Fußgänger und Radfahrer wieder auf enge Wege zusammen gepfercht. Den nötigen Abstand halten ist unmöglich. Noch dazu handelt es sich um eine Maßnahme für den reinen Freizeitverkehr. Durch die Einschränkung auf Sonn- und Feiertage ist die Auswirkung auf den Berufsverkehr nicht vorhanden. Und im Berufsverkehr sind sich auch viele Arbeitnehmer in systemrelevanten Berufen unterwegs. Deren Familien würden sich sicher mehr freuen.

      Daneben tut sich nichts, aber auch rein gar nichts in Sachen Aufhebung von Fahrbahnverboten. Ja, es gibt zwei Anträge für die Einrichtung von temporären Radfahrstreifen. Aber Radwegebenutzungspflichten aufheben? Fahrbahnverbote aufheben? Das geht nicht, wird nicht gefordert. Die zweifellos nötigen Einschränkungen von Grundrechten, das ist möglich. Aber dann einen Schritt weiter gehen nicht.

      Kleine Info für Mitleser: Peter Mielert ist für die Grünen im Bezirksbeirat von Bad Cannstatt.

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      1. Bei den Grünen wird ja immer wieder diskutiert, die Bürgerrechtsbewegungswurzeln auch aus dem Dateinamen zu streichen. Vermutlich wäre das ehrlicher als „Bündnis 90“ noch im Namen zu behalten und sich auf die bürgerliche Tradition zu beschränken, bei der man sich revolutionärer und progressiver gibt, als man wirklich ist. Überall feiern die Grünen gerne Maßnahmen, denen jegliche Einbettung in Konzepte und Strategien fehlt. Auch bei mir in der Stadt will man an einer – für den Radverkehr völlig irrelevanten Stelle – einen Corona-Radweg. Der nutzt noch nicht mal dem Freizeitverkehr. Aber die CDU wittert gleich Umerziehungsphantasien.Man weiß nicht, für wen man sich mehr fremd schämen soll.

        Von den Grünen erwarte ich nur noch, dass sie sich möglichst nicht mehr mit Rad- und Fußverkehr befassen, weil dann meist was contraproduktives bei raus kommt.

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  3. Ich lasse mir jedenfalls als Radfahrerin und Bürgerin kein X mehr für ein U verkaufen. Und schon gar nicht, von einer GRÜNEN-Stadträtin wie Christine Lehmann, die ‚Gehorsamkeit wie in einer Sekte‘ von einem abverlangt. Die Maßnahme in der Hofener Straße ist hochnotpeinlich und ein Offenbarungseid für OB Kuhn. Völlig belanglos.

    Dagegen passiert in der S-City nichts. Ferner: Wenn es wirklich um Thema ‚Gefahrenabwehr‘ gehen würde: Lt. neuesten Studien sollen Radfahrer min. 10 Abstand voneinander halten. Das würde heißen, das man den kompletten Schloßgarten für den Radverkehr sperren und ihn auf die B14 verlegen müsste. Aber das hat OB Kuhn & VM Hermann nicht einmal über Ostern hinbekommen. Soviel zum Thema ‚aufrichtige Gefahrenabwehr’…Wann verschwinden endlich diese ‚völlig talentfreien Politiker‘ von den Politik-Bühne?

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    1. Dann, wenn diejenigen, die besser wissen, wie es geht, selbst die Verantwortung zu übernehmen bereit sind und kandidieren und dann ausreichend viele Wähler davon überzeugen, dass sie eine gute Wahl sind und es dann beweisen …

      Am Ende hat die Kommunalpolitik wenig zu vermelden. Das darf man nicht vergessen. Es soll ja heute alles schnell, einheitlich und billig sein.

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        1. Ob sie es besser können, wird sich erst im Nachhinein zeigen. Besser wissen reicht nicht.

          Ich meinte die gesamte Gruppe derjenigen, die mit großer Gewissheit verkünden, wie es richtig geht. Ich vermute, dass nur ein kleiner Teil wirklich den Überblick hat und es wirklich könnte oder gar besser könnte.

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  4. Und was ‚Aufrichtigkeit der Grünen‘ angeht: Ein befreundeter Journalist und selbst Radfahrer ist der Frage nachgegangen, wie es sein kann, dass OB Kuhns Tiefbauamt und Straßenverkehrsbehörde in Stuttgart derart viele Fehler machen. Dabei bekam er ein sehr brisantes Dokument in die Finger. Darin steht, das es zws. den GRÜNEN (MP Kretschmann, VM Hermann) und der CDU einen ‚geheimen Deal‘ gibt, den Radverkehrsbau ‚mit allen noch legalen Mitteln‘ zu torpedieren/schikanieren und zeitlich noch um 15-20 Jahre nach hinten ‚zu strecken‘.

    Was heißt das übersetzt? Das heißt, dass die vielen Fehler im Stadtbild (auch bei Neubauten) keine Fehler durch Zufall, Unwissenheit oder Schlamperei passieren, sondern VORSÄTZLICH und voller Absicht eingebaut werden. Den Radfahrern soll es schwer gemacht werden und es sollen nicht zu viele aufs Rad umsteigen und das Auto stehenlassen. Es gibt z.B. die Order bewusst durch den Fahrbahnbelag (vorrangig Pflastersteine und Bordsteinkanten) die Radfahrer auf max. 25-30 Km/h ‚aus- bzw. runterzubremsen‘ – z.B. so im NeckarPark hinter der Schleyerhalle so geschehen. Nagelneue und weitläufige Strecke mit Pflastersteinen- jedoch Holperstrecke- für Rennradfahrer völlig ungeeignet. Selbst mit MTB wird man ordentlich durchgeschüttelt.

    Und dann stellen sich die GRÜNEN mit ihren Ministern, dem OB und Stadträten hin und mimen die Ahnungslosen. Und faseln was von Demokratie und fehlenden Mehrheiten. Ich komme mir vollkommen verarscht, verraten und verkauft vor. Und hochgradig manipuliert nach bester Propagandeschule (s. Blog von Christine Lehmann)

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      1. Ganz einfach: Weil man bei den Medien wie dem SWR, der STZ, den StN etc. nicht von unabhängiger Presse sprechen kann. Schon sehr verfilzt mit der Politik. Und es gibt dort immer einen ‚Chef‘ über dir…Zudem würde in der gegenwärtigen Corona-Hysterie das Thema seine Wirkung verlieren. Aber es kommt ja der Wahlkampf…

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          1. Die kritisierte Seite würde ich jetzt nicht das Etikett verschwörungstheoretisch verpassen, auch wenn ich nicht alle Ansichten teile. Aber ich beobachte das auch nur aus der Ferne.

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          2. Wie soll das gehen? Ernstgemeinte Frage? Würdest Du als Angestellter eines dieser aufgezählten Häuser (SWR, der STZ, den StN) zur Konkurrenz rennen, weil Dich Dein Chef ‚ausgebremst‘ hat? Dann kannst ja gleich zur Personalabteilung gehen und Deine Papiere holen…*kopfschüttel*

            Die Regel/Agreement gibts schon einige Jahre- Kenntnisnahme seit einem halben Jahr

            Übrigens: Habe gerade gelesen, das für diese Sinnlos-X1-Buslinie weitere Millionen verbrannt werden. Stoppt diesen Schwachsinn niemand?

            Was den Blog von C. Lehmann angeht: Psychotisch. manipulativ, GRÜNEN-Propaganda. Unter dem Deckmantel Journalismus und Radverkehr, werden andauernd die GRÜNEN super dargestellt und von ihrem Versagen abgelenkt. Sprachlich geschickt verpackt. Die anderen sind immer Schuld…hat schon was fanatisch sektenhaftes… sehe den Blog zwischenzeitlich sehr sehr kritisch…

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          3. Warum sollte sich einer dieser Medien entgehen lassen, darüber zu berichten, dass die Grünen ihren Makenkern verraten?

            Was den Blog von C. Lehmann angeht: Psychotisch. manipulativ, GRÜNEN-Propaganda. Unter dem Deckmantel Journalismus und Radverkehr, werden andauernd die GRÜNEN super dargestellt und von ihrem Versagen abgelenkt. Sprachlich geschickt verpackt. Die anderen sind immer Schuld…hat schon was fanatisch sektenhaftes… sehe den Blog zwischenzeitlich sehr sehr kritisch…

            Sie verschweigt nicht, für die Grünen Politik zu machen und ich finde auch nichts verwerflich daran, dass man die eigene Politik gut findet.

            Das Stuttgart einen Grünen OB hat, war mir gar nicht bewusst. Das könnte sie ruhig mal erwähnen. Da es sich die Inhalte wiederholen und für Auswärtige nicht so interessant sind häufig, lese ich aber nur noch ausgewählte Artikel. vielleicht steht es ja in anderen drin, dass Stuttgart trotz grünem OB nichts auf die Reihe bekommen beim Radverkehr.

            https://www.stuttgart.de/oberbuergermeister

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          4. Ich sehe es fast genauso. Sie schildert ihre Sicht der Dinge. Das sie immer Gründe findet, warum irgendwas nicht geht, weil die Grünen ja angeblich alleine sind im Gemeinderat, ist zwar extrem nervig, aber hat nichts mit Propaganda zu tun.

            Bei den Mehrheitsverhältnissen im Gemeinderat stelle ich mir zwar immer die Frage, ob es in früheren Jahren nicht die CDU mit ihrer Autopolitik genauso schwer hatte, aber gut.

            Und nun ist gut. Wenn euch an anderen Blogs was stört, schreibt es dort. Wenn euch bei mir was stört, dann könnt ihr es hier schreiben.

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  5. Genaus, das ist der springende Punkt zu Deinem Blog: Dort werden kritische Anmerkungen sofort zensiert. Die Sache mit der Mehrheit im Gemeinderat kann ich nicht mehr hören und ist reines Ablenkungsmanöver. Sie verkauft die Leute für dumm. Denn: Selbst die beschlossenen Sachen werden fachlich falsch vom OB Kuhn Tiefbauamt und dessen Straßenverkehrsbehörde umgesetzt. Und das genau war der Ausgangspunkt des Journalisten: Wie kann es sein, dass das wenig Beschlossene auch noch totaler Murks ist? Und dabei hat sich wie gesagt herausgestellt, das es eben nicht Zufälle oder Unwissenheit ist.

    Ferner stört mich extrem, das man bei C. Lehmanns Blog nicht Roß und Reiter nennen darf. Und das ist sehr auffällig und macht sehr misstrauisch. Niemand soll für irgendwas VERANTWORTLICH sein. Alles an Murks fällt so vom Himmel. Was soll das? So, wird sich nie was ändern…

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    1. Ich muss leider deutlicher werden. Die Kommentarspalten hier dienen dazu, über meine Artikel bzw. die dortigen Themen zu diskutieren. Ab und zu eine Spitze ist ja ganz ok, mach ich ja auch in einigen wenigen Artikeln, wenn man aufmerksam liest. Aber wir sind hier keine Rapper, und dauerndes dissen mag ich nicht. Dass die beschlossenen Sachen vermurkst werden: ok. Das sieht jeder. Dass Christine die Leute für dumm verkauft sehe ich nicht. Es ist ihre ehrliche Meinung, die sie dort schreibt, genauso wie ich hier meine Meinung schreibe.

      Ich hoffe das kam jetzt an.

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