Wochenrückblick KW 34/2022

Ich bin seit Sonntag Nacht aus dem Urlaub zurück. Geplant war Samstag Nacht. Danke Condor! Es war heiß, es war sonnig, es war windig. Und Rad fahren war nicht, weil nicht nur zu heiß, sondern auch weil die kanarischen Inseln zu Spanien gehören, und dort Helmpflicht außerhalb geschlossener Ortschaften ist. Bei der Sonne dort setze ich höchstens eine Schirmmütze auf.

Die letzten zwei Wochen hat mich Norbert vertreten, und ich finde er hat das richtig gut gemacht, wie ich finde. Interessant, was man aus dem Format machen kann. Das werde ich nicht schaffen.

Spiegel: FDP will Tempolimit (für Radfahrer)

Aber los geht’s, und zwar mit der allseits beliebten FDP und dem Tempolimit. Denn Teile der FDP wollen ein Tempolimit. Natürlich für Radfahrer, nicht für Autofahrer.

Spiegel: Wissings Klimaprogramm »schon im Ansatz ohne Anspruch«

Gleich weiter mit der FDP. Inzwischen bin ich über den Zustand der Fassungslosigkeit bei deren Personal hinaus. Vor der letzten Bundestagswahl ist mir das vielleicht nur nicht aufgefallen, aber seither entpuppt sich die FDP wirklich als Hort voller Dummschwätzer und völlig unfähiger Marionetten. Es ist so ein Trauerspiel.

Spiegel: Steuerexperten sprechen sich für Reform aus – FDP bleibt hart

Noch ein Thema, bei der die FDP blockiert. Das Dienstwagenprivileg. Auch wenn momentan daran gearbeitet wird, dieses Wort zu verunglimpfen, allen voran vom Obermotz der Fahrer PS-starker Wagen, Christian Lindner, es ist ein Privileg.

heise Online: Kommentar zu E-Fuels: Der Scheinriese der Energiewende

Auch so ein Lieblingsthema von Petrolheads, von denen wohl gerade in der FDP ein paar Leute zuviel Benzingase eingeatmet haben.

br: ÖPNV-„Hilferuf“: Bundesländer wollen mehr Geld vom Bund

Wer jetzt damit anfängt, dass Nahverkehr Ländersache ist: schon jetzt gibt der der Bund den Ländern Geld dafür, dass die den ÖPNV betreiben sollen. Was eigentlich völlig widersinnig ist, denn gerade bei Bahnstrecken kommt es im Nahverkehr dazu, dass dieser länderübergreifend fährt. Insofern völlig nachvollziehbar, dass der Bund auch seinen Anteil an den Ausgaben erhöhen muss.

bz: Kritik an Elterntaxis: „Wer sein Kind zur Schule fährt, nimmt ihm die Freiheit“

Warum zum Teufel muss man es den Leuten eigentlich jedes Jahr erklären? Gerne mehrmals im Jahr? Es ist zum Haare raufen.

32 Kommentare zu „Wochenrückblick KW 34/2022

  1. Die letzten zwei Wochen hat mich Norbert vertreten, und ich finde er hat das richtig gut gemacht, wie ich finde. Interessant, was man aus dem Format machen kann. Das werde ich nicht schaffen.

    Danke. Jede Woche könnte ich das auch nicht leisten.

    Auf Twitter forderst du bzw. teilst du Forderungen nach methodischer Korrektheit. Das sollte auch gelten, wenn es um Kritik an der FDP geht.

    In Düsseldorf geht es nicht um ein generelles Tempolimit, sondern um eine Straße vermurkste Stadtplanung. In den Worten der Stadt:

    Fußgängerzone mit einem zentralen Fahrstreifen
    Die Planung sah vor, die Schadowstraße […] zu einer Fußgängerzone mit einem zentralen, gut 4 Meter breiten Fahrstreifen auszubauen. „Dieser Fahrstreifen darf grundsätzlich in beiden Richtungen vom Radverkehr genutzt werden. […] Er weist darauf hin, dass die Spur zu bestimmten Zeiten auch für den Verkehr freigeben ist und Fußgänger die Schadowstraße auf der gesamten Strecke queren können. Der Mobilitätsdezernent bittet deshalb alle Verkehrsteilnehmenden um gegenseitige Rücksichtnahme. Aktuell dürfen Liefer-, Anlieger- und Individualverkehr die Fahrspur als Einbahnstraße von der Berliner Allee aus kommend in Richtung „Am Wehrhahn“ von 18.30 Uhr bis 10.30 Uhr nutzen.

    Verstehst du, was da gilt?

    In einem Artikel heißt es dazu:

    So sehr es zu begrüßen ist, den Fahrradverkehr auch in der Innenstadt zu fördern – hier ist Ärger programmiert. Denn der Streifen ist, kaum erkennbar, nur durch Mini-Piktogramme als Radweg gekennzeichnet. Warum dieser nicht wie üblich rot gestaltet wurde, weiß Dr. Eckhart Görner, Seniorchef von Foto Koch auf der Schadowstraße: Die Stadt konnte sich nicht dazu durchringen, die Straße als Fußgängerzone auszuweisen. Rechtlich gilt der Radweg als Fahrstreifen.

    Alles kein Wunder, wenn man weiß, wer Jury-Vorsitzende war. Die sitzt ständig in Jurys und betreibt ein Büro, dass genau an solchen Wettbewerben teil nimmt. In den Vorlesungen zum städtebaulichen Entwerfen ging es auch nie um straßenverkehrsrechtliche Zulässigkeit oder andere Details.

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    1. Ich habe doch gar nicht geschrieben, dass die FDP ein _generelles_ Tempolimit für Radfahrer will? 😉 Die Straße ist mir persönlich zwar nicht bekannt, aber ich habe die Berichte darüber gelesen. Da wurde Einiges verbockt, aber dann Radfahrern ein Tempolimit aufzurücken ist in meinen Augen kontraproduktiv. Zum Einen fahren wohl die meisten Radfahrer ohne Tacho herum, können also gar nicht abschätzen wie schnell sie fahren. Zum Anderen fängt bei 10 km/h ein Rad an, instabil zu werden. Die Räder müssen ja eine gewisse Rotationsgeschwindigkeit haben, ab der ein Fahrrad erst stabil zu fahren ist. Nicht jeder ist geübt bei solch niedrigen Geschwindigkeiten zu fahren. Ja, auch ein Grund warum Gehwege mit Fahrrad-Freigabe großer Mist ist.

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      1. Naja …
        Also man sollte schon unterscheiden können, ob man doppelt so schnell wie zu Fuß unterwegs ist oder eher Tempo 30 fährt. Bisher kenne ich auch keine Klagen, mit dem Rad können man Verkehrsberuhigte Bereiche nicht nutzen.

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        1. Vbb ist eh ein Thema. Es ist leider sowieso Ausnahme, das sich da jemand an die Schrittgeschwindigkeit hält. Ich nehme mich da nicht aus, auf dem Weg zum Baumarkt ist einer, da fahre ich mit ca. 12km/h. Und bin einer der langsamen Fahrer.

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      1. 270 km in 30 h, kann man machen, aber ein bisschen suspekt ist mir das schon. Für mich ist das Rad ja keine Lebenseinstellung sondern nur ein verdammt praktischer Gegenstand.

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        1. und dann nochmal 83 km dran hängen …

          Der macht aber auf jeden Fall nicht Fotos von komischen Verkehrszeichen unterwegs, um das zu schaffen.

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  2. Es kommt Bewegung in die Sache
    https://taz.de/Nachfolger-von-9-Euro-Ticket/!5875143/

    Aber redet noch jemand über den Spritrabatt? Nicht mal die FDP, oder? Interessant, dass der ein Fünftel mehr gekostet hat.

    Die grünen fordern ein regionales Ticket als Nachfolge. Billigere Landestickets sind jetzt aber kein großer Wurf.

    Kann es sein, dass die Mehrheit der Deutschen in den letzten 3 Monaten kein 9-Euro-Ticket gekauft hat, obwohl das billiger war als ein Bier auf dem Oktoberfest?

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  3. Wer verrät jeden Tag die Verkehrswende? Diesmal in Mainz:
    https://bi.mainz.de/vo0050.php?__kvonr=29742
    Sichere Gehwege für alle meint vor allem Sichere Parkmöglichkeiten …

    Mit Bezug auf Städte wie Karlsruhe wird unter völlig falschem Etikett, hier Fußverkehrssicherheit und Barrierefreiheit, die Verfestigung und dauerhafte Sicherstellung von Gehwegparken gesichert. Und hinter gelten Mainz, Karlsruhe und Co. als Best-Practise-Beispiele …

    Die Dezernentin ist Grüne: https://sensor-magazin.de/janina-steinkrueger-als-neue-mainzer-gruen-und-verkehrsdezernentin/

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